Die Müfi-Geschichte -
Programme und Textbeispiele



Programm 2004:

Wir lassen uns das Lügen nicht verbieten

 

Mitwirkende:  Gerd Blancke, Hannes Daiminger, Jan Hoheisel, Marianne Klitzka, Inge Petersen, Reinhard Rehwinkel, Manfred Richter, Birgit Spohn, Wolfgang Weiss

Technik:        Jonas Klitzka & Bernd Maeding

Text & Regie: Helene Daiminger

[Textauszug]

Schröder
(Melodie: Lord of the Dance)


Wolfgang, tut es dir auch weh,
ich bin der König der SPD!
Also halt dich zurück und vergiss die Meuterei,
denn an mir, da kommst du nicht vorbei!

Sigmar, tut es dir auch weh,
ich bin der König der SPD!
Also gib einfach auf und vergiss die Meuterei,
denn an mir, da kommst du nicht vorbei.

Leute, tut es euch auch weh,
ich bin der König der SPD!
Also stimmt allem zu und vergesst die Meuterei,
denn an mir, da kommt ihr nicht vorbei!

Gerhard, tut es dir auch weh
ich bin die Queen der SPD!
Also schweig fein still und hör auf mit dem Geschrei,
denn an mir, da kommst du nicht vorbei.

W: (gespr.) Darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen!



Programm 2003:

Menschen, Schieber und Funktionen

 

Mitwirkende:  Gerd Blancke, Hannes Daiminger, Jan Hoheisel, Marianne Klitzka, Inge Petersen, Reinhard Rehwinkel, Uwe Requart, Manfred Richter, Birgit Spohn, Wolfgang Weiss

Technik:        Bernd Maeding

Text & Regie: Helene Daiminger

[Textauszug]

M: Na ja! Ich bin doch die Frau, die dieser Bengel umgeworfen hat, bevor er mir meine Handtasche mit meiner ganzen Rente und den Papieren entrissen hat.

U: Ach ja, die Gerichtsszene! Hier hab ich sie ja. Gnädige Frau, wir sind leider nicht ganz in der Zeit. Würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn wir nur die Urteilsverkündung proben würden? Ich denke, darauf kam es Ihnen vor allen Dingen an?!

M: Also, nachdem der Staatsanwalt ein Jahr Jugendstrafe gefordert hat, wegen Diebstahls und Körperverletzung?

U: Exakt!

M: Meinetwegen.

U: Bitte den Richter auf die Bühne! (beiseite) Wenn mir nur mal einer sagen könnte, wie das in einen Zusammenhang passen soll!

W: Wir kommen dann zur Urteilsverkündung. Bitte erheben Sie sich. Im Namen des Volkes verkünde ich folgendes Urteil: Der Angeklagte erhält eine Verwarnung! Sie können sich wieder setzen.
Zur Begründung: Der Angeklagte hat die Tat gestanden, nachdem er von Zeugen zweifelsfrei identifiziert werden konnte. Obgleich der Klägerin ziemlicher Schaden entstanden ist, was die ärztlichen Gutachten bewiesen, wurde auf eine Freiheitsstrafe verzichtet, da der Angeklagte gerichtlich noch nicht in Erscheinung getreten ist und es sich bei ihm um "jugendtypisches Verhalten" handelt.

M: (erbost) Was denn! Du, du! Und das war alles? Und Sie wollen Richter sein? (stürzt nach vorn und klebt dem Richter eine)

W: Was fällt Ihnen denn ein? Frau Marwede, das wird für Sie Konsequenzen haben.

M: Ich glaube kaum! Ich bin gerichtlich noch nicht in Erscheinung getreten, und bei meiner Tat handelt es sich zweifellos um "seniorentypisches Verhalten"!



Programm 2002:

Schuld abladen verboten

 

Mitwirkende:  Gerd Blancke, Hannes Daiminger, Jan Hoheisel, Marianne Klitzka, Inge Petersen, Reinhard Rehwinkel, Birgit Spohn, Wolfgang Weiss

Technik:        Bernd Maeding

Text & Regie: Helene Daiminger

[Textauszug]

Demenz-Award

G: (Moderator) Verehrte Zuschauerinnen und Zuschauer! Damit ist der Kontostand: … (…). Es wird eng an der Spitze, aber nun kommt Bremerhaven, der heimliche Favorit. Werden sie es packen, die Magistratsmitglieder und Politiker dieser aufstrebenden Stadt im Nordseewind? Den Hit vom gelben Chinastein haben wir Ihnen zu Beginn der Sendung schon vorgestellt, und jetzt Professor Dr. Wolfgang Schwarz mit der Begründung der Bewerbung.

W: Verehrte Damen und Herren! Wir Bremerhavener haben uns gründlich vorbereitet und schon lange auf diesen Tag hingearbeitet. So war es gar nicht so einfach, bei der Neugestaltung unserer Fußgängerzone Beschlüsse zu fassen, die uns unserem Ziel, dem Gewinn des Demenz- Awards, ein Stück näher bringen sollten. Dennoch haben wir Einiges geleistet. Der gelbe Granit, mit dem wir unsere neue Mitte gepflastert haben, ist sehr schmutzanfällig, dennoch haben wir keinerlei Vorkehrungen für seine Reinigung getroffen. Die notwendige Million haben wir bewusst nicht in den Haushalt eingestellt.

Zuschauer: Bravo!!

G: Wirklich gut. Und wie ich hörte, haben Sie diesen Stein auch nur gewählt, weil er in spätestens 5 Jahren bröckelt und eine weitere Erneuerung nötig macht.-- Was sagt die Jury? 20 Punkte! (Beifall). Aber das ist nicht alles.

W: Auch die Wahl der in die Erde versenkbaren Abfallcontainer haben wir bewusst getroffen. Das Geld für das zum Absaugen des Mülls nötigen Spezialfahrzeugs verbauten wir in die Fundamente, auf denen die Behälter ruhen. Die Notwendigkeit zum Bau dieser Fundamente nahmen wir unter Aufbietung aller Kräfte nicht zur Kenntnis, um unsere Chance für den heutigen Abend nicht zu gefährden.

Zuschauer: Prima! Super!

G: Eine Meisterleistung, die Ihnen nochmals 20 Punkte einträgt. (Applaus) Herr Stadtrat Solm, Sie möchten die Liste vervollständigen?

R: Aber gern! Obwohl sie wussten, dass die leitenden Funktionen im Bauamt fast gleichzeitig frei wurden, haben unsere Politiker mit dem Hinweis auf Sparzwänge Neubesetzungen verhindert. Nur so konnte es uns gelingen, statt einer präzisen Kostenaufstellung nur eine grobe Schätzung einer Fremdfirma zu Grunde zu legen, als wir die Weserlustbrücke renovierten. Dadurch setzten wir 4 Millionen in den Sand!



Programm 2001:

Augen zu und durch

 

Mitwirkende:  Gerd Blancke, Hannes Daiminger, Jan Hoheisel, Marianne Klitzka, Inge Petersen, Reinhard Rehwinkel, Manfred Richter, Birgit Spohn

Technik:        Werner Rotter

Text & Regie: Helene Daiminger

[Textauszug]

Melodie: Anton aus Tirol

1. Ich bin nicht schön ich bin nicht toll,
aber als Kanzler wundervoll!
Mit dem Job hat´s hingehauen,
- zwar nur über meine Frauen,
da hab´ ich bald das Dutzend voll.

2. Ich bin nicht schön ich bin nicht toll,
aber als Kanzler wundervoll!
Die gewerkschaftlichen Spitzen
- lass ich ständig nur abblitzen.
Krieg’n die die Schnauze denn nie voll?

3. Ich bin nicht schön ich bin nicht toll,
aber als Kanzler wundervoll!
Ja, den Sprit, den mach ich teuer,
- dabei spiel’ ich mit dem Feuer,
doch ich zocke ab wie toll.

4. Ich bin nicht schön ich bin nicht toll,
aber als Kanzler wundervoll!
Grünen fahr´ ich über´n Schnabel,
- denn ich bin der Weltennabel
und als Kanzler wundervoll!



Programm 2000:

Lügen haben viele Freunde

 

Mitwirkende:  Gerd Blancke, Hans Daiminger, Hannes Daiminger, Marianne Klitzka, Inge Petersen, Reinhard Rehwinkel, Uwe Requart, Birgit Spohn, Werner Rotter

Technik:        Werner Rotter

Text & Regie: Helene Daiminger