Die Müfi-Geschichte -
Programme und Textbeispiele



Programm 2009:

Traumhochzeit

(Wir können es nicht lassen)
 

Mitwirkende:  Gerd Blancke, Hannes Daiminger, Jan Hoheisel, Marianne Klitzka, Sabine Miedlich, Inge Petersen, Reinhard Rehwinkel, Manfred Richter, Wolfgang Weiss

Technik:        Bernd Maeding

Text & Regie: Helene Daiminger

[Textauszug]

G: Mann, Kuddel, wie sehst du´n aus? Was is passiert? Bist untern Auto gekomm?

R: Nee, unter Menschens!

G: Jugendbande?

R: Nee, Normale! Und mein neuen coolen Schild is auch hin! Hab ich mich sone Mühe mit gegebn! Hab ich mich hingesetzt, guter Platz, viele Leute, ein Rein und raus aus den Haus, hab mein Schild aufgestellt, guck mal! (fügt Hälften zusammen, dass man lesen kann:)
"Verarmter Aktionär bittet um kleinen Obulus!"
Sind die über mich hergefalln! Ich wär Schuld an den ganzen Schlamassel mit meine Geldgier! Von sie aus könnt ich Dreck fressen tun, müssten sie auch, bloß wegen mir! Ein Wunder, dass ich noch leben tu!

G: Und was warn das für Leute? Ich mein, wo hast du gesessen?

R: Weiß ich nich! Aber inne sichere Entfernung hab ich mich noch mal umgedreht! Stand da was an den Haus. Arge-Job-Center! Edu, ich brauch dringend einen Trostpflaster aus deine Pulle.



Programm 2008:

Wir lassen's richtig krachen

(Ein Abend in der Haifischbar)
 

Mitwirkende:  Gerd Blancke, Hannes Daiminger, Jan Hoheisel, Marianne Klitzka, Jonas Klitzka, Sabine Miedlich, Inge Petersen, Reinhard Rehwinkel, Manfred Richter, Wolfgang Weiss

Technik:        Bernd Maeding

Text & Regie: Helene Daiminger

[Textauszug]

Szenentitel: "Deutsch" (ein Ausschnitt)

Ma:Und der Kleine hockt den ganzen Tag nur vor seiner Play-Station und ernährt sich von Chicken-Mac-Nuggets und Big-Macs, das kann doch nur ein Looser werden!

(H, G, R auf!)

( 4. Tisch )

H: Opa, wie hast du eigentlich Oma damals kennen gelernt?

G: Na ja, ich spielte damals in einer Kapelle! Wir sangen auch. Oma bewarb sich bei uns als Sängerin für die Leitmelodien. Unsere Musik traf nicht gerade den Publikumsgeschmack, aber Oma fand sie gut. Ich hatte ein Motorrad. Oma hatte eigentlich noch eine Verabredung mit einem Freund, aber als ich sie fragte, ob ich sie nach Hause bringen sollte, sagte sie die ab und ging mit mir auf einen Eierlikör in die Milchbar. Es war 5 Uhr.

H: Hääääää??

R: (inzwischen an diesem Tisch als Vater von H.)
Ist doch klar! Opa spielte in ner Band, so ner Art Boy-Group. Granny kam zum Casting als Lead-Sängerin für den Sound-Track von deren Hits. Ihre Music war nicht gerade Main-Stream, aber Granny fand sie okay! Opa war Biker und versprach ihr einen Lift home. Zwar hatte Granny eigentlich noch ein Date mit ihrem Lover, aber das cancelte sie sofort und ging mit Opa auf einen Drink zur Happy-Hour in einen Coffee-Shop! Alles roger?

H: Roger! Aber warum sagt Opa das nicht gleich auf Deutsch?



Programm 2007:

Wir machen noch nicht schlapp!

 

Mitwirkende:  Gerd Blancke, Hannes Daiminger, Jan Hoheisel, Marianne Klitzka, Jonas Klitzka, Sabine Miedlich, Inge Petersen, Reinhard Rehwinkel, Manfred Richter, Wolfgang Weiss

Technik:        Bernd Maeding

Text & Regie: Helene Daiminger

[Textauszug]

Schild: Volkshochschule
...

R: Ja, Herr Blancke, das machen Sie schon sehr gut. Nach dem Auf- ziehen der Spritze immer zuerst ein bisschen Flüssigkeit abspritzen. Es darf ja keine Luft in den Körper gelangen! Und nun machen Sie mit Daumen und Zeigefinger eine Bauchfalte und dann beherzt hinein!

G: Das sagen Sie so, Herr Doktor! Es ist ja nicht Ihr Bauch, der nachher die blauen Flecken hat!

R: Da hilft nur üben, üben und nochmals üben. Mit der Zeit kriegen Sie das schon hin. - Herr Grothe, Sie sollten eine Intubation (englisch) vorbereiten, keine lokale Anästhesie und ein Anästhetikum ist keine entzündungshemmende Salbe!
...

M: Gestatten? _xxxxx_ Arbeitsminister in Meck Pom. Wie ich höre, beschreiten Sie hier ganz neue Wege. Sie qualifizieren also Langzeitarbeitslose zu Hilfsschwestern und Hilfspflegern im Rahmen der Volkshochschularbeit?

R: Keineswegs! Wir qualifizieren Patienten für den Aufenthalt im von Ulla Schmidt angeregten, garantiert kostendeckend arbeitenden, neuen, schwesterlosen Do-it-yourself-Krankenhaus!



Programm 2006:

WER hat denn DAS gewollt??

 

Mitwirkende:  Gerd Blancke, Hannes Daiminger, Jan Hoheisel, Marianne Klitzka, Jonas Klitzka, Sabine Miedlich (zum ersten Mal), Reinhard Rehwinkel, Manfred Richter, Dorothea Wegelein, Wolfgang Weiss

Technik:        Bernd Maeding

Text & Regie: Helene Daiminger

[Textauszug]

"Zirkus"

D: Hat mir gut gefallen, dieser Freizeitpark. Vielen Dank für die Einladung! Wenn Sie Zeit haben, würde ich Sie gern im Gegenzug nächste Woche in den Zirkus da drüben einladen. Ist Ihnen das auch schon aufgefallen, Zirkusunternehmen scheinen ja in letzter Zeit nur so aus dem Boden zu wachsen.

M: Das ist kein Zirkus. Das ist die Geheimwaffe der deutschen Unternehmer, die mobile Produktionsstätte. Wenn die Lohnkosten in einem Land zu hoch werden, baut man das Unternehmen inner- halb von 2 Tagen ab und baut es ebenso schnell im nächsten Billiglohnland wieder auf. Auf diese Weise lässt sich der Produktionsausfall gegen Null drücken. Das da drüben ist übrigens meine Firma für Mikro-Chips. Ab nächster Woche produzieren wir in Malaysia. Nächstes Jahr gehen wir dann wahrscheinlich nach Bangladesch.

D: Unglaublich! Und wonach fällen Sie Ihre Entscheidung für einen neuen Standort?

M: Nun, immer, wenn die Lohnkosten pro Arbeiter und Tag 50 Cent übersteigen, ziehen wir weiter.

D: Und es macht Ihnen gar nichts aus, sich so einfach von Ihrem Heimatland zu trennen?

M: Aber das ist doch nur ein Abschied auf Zeit. Ich sagte doch schon, wir produzieren in jedem Land, in dem die Lohnkosten unter 50 Cent pro Tag liegen. Bei der augenblicklichen wirt- schaftlichen Entwicklung sind wir dann 2015 wieder hier!



Programm 2005:

Alles Knüller, oder was??!!

 

Mitwirkende:  Gerd Blancke, Hannes Daiminger, Jan Hoheisel, Marianne Klitzka, Jonas Klitzka (Spiel&Technik), Inge Petersen, Reinhard Rehwinkel, Manfred Richter, Dorothea Wegelein, Wolfgang Weiss

Technik:        Bernd Maeding

Text & Regie: Helene Daiminger

[Textauszug]

Vermarktung

R: Nominiert für diese Bewertungsklasse wurde auch das Duo vom Standesamt Milchert/Kirchhoff für seine außergewöhnliche Idee der Vermarktung des Schwitzwassers im Hochzeitszimmer. Führte doch die Weiterentwicklung dieses Gedankens zur Einrichtung des städtischen "Büros zur Vermarktung immaterieller Werte", von dessen Tätigkeit sich der Kämmerer nicht unwesentliche Einnahmen für die Stadtkasse verspricht.

H: ... - Ja, grundsätzlich können Sie die Namensgebung für alle städtischen Gebäude gegen entsprechende Bezahlung bestimmen. Zoo-Tiere sind auch im Angebot, natürlich! ... Sie möchten eine Schlange im Zoo benennen! 1000 Euro! Und wie soll das Tier heißen? Erna Meyer, nach Ihrer Schwiegermutter!
...

H: Die früheren Namensgeber auch nicht. Fragen Sie doch mal in Geestemünde, nach wem die Schultzstraße benannt ist.

D: Ich wusste gar nicht, dass es in Bremerhaven schon eine Schultzstraße gibt.

H: Schon? Noch!!!!
...

H: Vermarktung immaterieller Werte! Heins! Nein, Kirchen gehören nicht zu unserem Angebot. Nein, tut mir leid, auch wenn Ihre Oma sich das noch so sehr wünscht, können wir die Pauluskirche nicht Elvira-Piepenbrink-Kirche nennen.

I: Immaterielle Werte, Koch! Sie möchten den Magistrat umbenennen? — In Jörg-Schulz-Zirkus! Das dürfte nicht billig werden. Was würden Sie denn maximal ausgeben wollen? So viel? Haben Sie auch bedacht, dass der Name bei einer möglichen Nicht-Wieder-Wahl verfällt? Ich werde das klären. Sie hören von uns.
...

I: Das Bürgermeister-Smidt-Denkmal in Konkursverwalter-Van-Betteray- Denkmal? Weil die Stadt Bremerhaven demnächst abgewickelt wird? Das geht dann doch zu weit!

H: Sie möchten einen Namen für den Schlachthof kaufen? 300.000 Euro? Das ist ja Wahnsinn. Und wie soll er heißen? "Edmund-Stoiber- Schlachthof"? Das geht klar, Frau Merkel!