Die Müfi-Geschichte -
Programme und Textbeispiele



Programm 2005:

Alles Knüller, oder was??!!

 

Mitwirkende:Gerd Blancke, Hannes Daiminger, Jan Hoheisel, Marianne Klitzka, Jonas Klitzka (Spiel&Technik), Inge Petersen, Reinhard Rehwinkel, Manfred Richter, Dorothea Wegelein, Wolfgang Weiss

Technik:Bernd Maeding

Text & Regie:Helene Daiminger

[Textauszug]

Vermarktung

R: Nominiert fr diese Bewertungsklasse wurde auch das Duo vom Standesamt Milchert/Kirchhoff fr seine auergewhnliche Idee der Vermarktung des Schwitzwassers im Hochzeitszimmer. Fhrte doch die Weiterentwicklung dieses Gedankens zur Einrichtung des stdtischen "Bros zur Vermarktung immaterieller Werte", von dessen Ttigkeit sich der Kmmerer nicht unwesentliche Einnahmen fr die Stadtkasse verspricht.

H: ... - Ja, grundstzlich knnen Sie die Namensgebung fr alle stdtischen Gebude gegen entsprechende Bezahlung bestimmen. Zoo-Tiere sind auch im Angebot, natrlich! ... Sie mchten eine Schlange im Zoo benennen! 1000 Euro! Und wie soll das Tier heien? Erna Meyer, nach Ihrer Schwiegermutter!
...

H: Die frheren Namensgeber auch nicht. Fragen Sie doch mal in Geestemnde, nach wem die Schultzstrae benannt ist.

D: Ich wusste gar nicht, dass es in Bremerhaven schon eine Schultzstrae gibt.

H: Schon? Noch!!!!
...

H: Vermarktung immaterieller Werte! Heins! Nein, Kirchen gehren nicht zu unserem Angebot. Nein, tut mir leid, auch wenn Ihre Oma sich das noch so sehr wnscht, knnen wir die Pauluskirche nicht Elvira-Piepenbrink-Kirche nennen.

I: Immaterielle Werte, Koch! Sie mchten den Magistrat umbenennen? ? In Jrg-Schulz-Zirkus! Das drfte nicht billig werden. Was wrden Sie denn maximal ausgeben wollen? So viel? Haben Sie auch bedacht, dass der Name bei einer mglichen Nicht-Wieder-Wahl verfllt? Ich werde das klren. Sie hren von uns.
...

I: Das Brgermeister-Smidt-Denkmal in Konkursverwalter-Van-Betteray- Denkmal? Weil die Stadt Bremerhaven demnchst abgewickelt wird? Das geht dann doch zu weit!

H: Sie mchten einen Namen fr den Schlachthof kaufen? 300.000 Euro? Das ist ja Wahnsinn. Und wie soll er heien? "Edmund-Stoiber- Schlachthof"? Das geht klar, Frau Merkel!



Programm 2004:

Wir lassen uns das Lügen nicht verbieten

 

Mitwirkende:Gerd Blancke, Hannes Daiminger, Jan Hoheisel, Marianne Klitzka, Inge Petersen, Reinhard Rehwinkel, Manfred Richter, Birgit Spohn, Wolfgang Weiss

Technik:Jonas Klitzka & Bernd Maeding

Text & Regie:Helene Daiminger

[Textauszug]

Schröder
(Melodie: Lord of the Dance)


Wolfgang, tut es dir auch weh,
ich bin der König der SPD!
Also halt dich zurück und vergiss die Meuterei,
denn an mir, da kommst du nicht vorbei!

Sigmar, tut es dir auch weh,
ich bin der König der SPD!
Also gib einfach auf und vergiss die Meuterei,
denn an mir, da kommst du nicht vorbei.

Leute, tut es euch auch weh,
ich bin der König der SPD!
Also stimmt allem zu und vergesst die Meuterei,
denn an mir, da kommt ihr nicht vorbei!

Gerhard, tut es dir auch weh
ich bin die Queen der SPD!
Also schweig fein still und hör auf mit dem Geschrei,
denn an mir, da kommst du nicht vorbei.

W: (gespr.) Darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen!



Programm 2003:

Menschen, Schieber und Funktionen

 

Mitwirkende:Gerd Blancke, Hannes Daiminger, Jan Hoheisel, Marianne Klitzka, Inge Petersen, Reinhard Rehwinkel, Uwe Requart, Manfred Richter, Birgit Spohn, Wolfgang Weiss

Technik:Bernd Maeding

Text & Regie:Helene Daiminger

[Textauszug]

M: Na ja! Ich bin doch die Frau, die dieser Bengel umgeworfen hat, bevor er mir meine Handtasche mit meiner ganzen Rente und den Papieren entrissen hat.

U: Ach ja, die Gerichtsszene! Hier hab ich sie ja. Gnädige Frau, wir sind leider nicht ganz in der Zeit. Würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn wir nur die Urteilsverkündung proben würden? Ich denke, darauf kam es Ihnen vor allen Dingen an?!

M: Also, nachdem der Staatsanwalt ein Jahr Jugendstrafe gefordert hat, wegen Diebstahls und Körperverletzung?

U: Exakt!

M: Meinetwegen.

U: Bitte den Richter auf die Bühne! (beiseite) Wenn mir nur mal einer sagen könnte, wie das in einen Zusammenhang passen soll!

W: Wir kommen dann zur Urteilsverkündung. Bitte erheben Sie sich. Im Namen des Volkes verkünde ich folgendes Urteil: Der Angeklagte erhält eine Verwarnung! Sie können sich wieder setzen.
Zur Begründung: Der Angeklagte hat die Tat gestanden, nachdem er von Zeugen zweifelsfrei identifiziert werden konnte. Obgleich der Klägerin ziemlicher Schaden entstanden ist, was die ärztlichen Gutachten bewiesen, wurde auf eine Freiheitsstrafe verzichtet, da der Angeklagte gerichtlich noch nicht in Erscheinung getreten ist und es sich bei ihm um "jugendtypisches Verhalten" handelt.

M: (erbost) Was denn! Du, du! Und das war alles? Und Sie wollen Richter sein? (stürzt nach vorn und klebt dem Richter eine)

W: Was fällt Ihnen denn ein? Frau Marwede, das wird für Sie Konsequenzen haben.

M: Ich glaube kaum! Ich bin gerichtlich noch nicht in Erscheinung getreten, und bei meiner Tat handelt es sich zweifellos um "seniorentypisches Verhalten"!